Lexikon der Filmbegriffe

Reichsfilmzensur: Zensurkarte

Die 1920 eingerichtete Reichsfilmzensur galt für das ganze deutsche Reich, sie hatte zwei Zensurstellen (Berlin und bis 1934 München) sowie eine Oberzensurstelle („Filmoberprüfstelle“), die Berufungen entschied. Die Entscheidungen wurden auf Zensurkarten veröffentlicht, in der Tradition der Berliner Polizei-Filmzensur. Die Zensurkarten für jugendfrei und jugendverboten waren farblich unterschieden. Insgesamt gab es knapp 70.000 Entscheide, erhalten sind aber nicht alle Karten. Das Bundesarchiv-Filmarchiv besitzt etwa 40.000, andere Institutionen ca. 1.000 zusätzliche. 
 

Referenzen:

Zensurkarte


Artikel zuletzt geändert am 24.07.2011


Verfasser: HBi


Zurück