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slow burn - Lexikon der Filmbegriffe


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Lexikon der Filmbegriffe

slow burn

(1) von engl.: to do a slow burn = innerlich kochen

Die Ausdrucksmittel, mit der Schauspieler unterdrückten Zorn mimisch und gestisch darstellen, sind gelegentlich zu emblematischer Kürze kondensiert worden. Berühmt ist insbesondere ein Zusammenziehen der Gesichtsmuskeln, das Oliver Hardy – und ähnlich Edgar Kennedy, der von Laurel & Hardy häufiger malträtiert wurde, der aber in einer ganzen Reihe eigener Filme auftrat; manche halten ihn für den Erfinder der Slow-Burn-Technik, zumal einer seiner Kosenamen „Old Slow Burn“ (oder auch: „The Master of the Slow Burn“) war – dazu verwendete, nicht nur dem Gefühl Ausdruck zu geben, sondern zugleich die Selbstwahrnehmung des Vorgangs und das Bemühen zu signalisieren, die Kontrolle aufrechtzuerhalten, zudem Selbstmitleid zu artikulieren und mittels eines Blickkontakt mit der Kamera darüber hinaus noch den Zuschauer einzubeziehen. Die Retardierung des eigentlichen Gefühls, seine Zerdehnung in eine kommunikative Handlung und die Absurdität der Situation prädestinieren den slow burn als eine komische Technik.

(2) engl., wörtl.: langsam brennen

Wenn – vor allem in der Komödie – Aktion und Reaktion deutlich getrennt werden, wenn z.B. zwischen die Wahrnehmung und die Reaktion darauf eine Pause des Nichtverstehens eingelegt wird, entsteht eine Gag-Struktur. Ein Beispiel ist Cary Grants Blick in eine Truhe, in der eine Leiche liegt, von der er allerdings nichts weiß; er schließt die Truhe wieder, bevor er sich darüber klar wird, was er gesehen hat; wie sich die Einsicht einstellt, wie sich der Schrecken ausbreitet, geschieht dem Publikum zugewendet als mimischer Ausdrucksprozess; erst danach öffnet er die Truhe erneut, sich versichernd, dass seine Wahrnehmung nicht getrogen hat. Derartige Trennungen oder Verzögerungen von Aktion und Reaktion haben eine deutlich reflexive Komponente, unterstreichen sie doch das Groteske des Geschehens.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: CA AS


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