Lexikon der Filmbegriffe

Touch

Mit „touch“ (engl., = Berührung) bezeichnet man die spezifische Handschrift eines Regisseurs, seine Art der Inszenierung, die erkennbare Haltung, die Anlage und Ausführung der Figuren usw. Die Formulierung ist aufgekommen mit Herman G. Weinbergs Buch „The Lubitsch Touch“ (1968). Es lassen sich eine ganze Reihe von Charakterisierungen von Lubitschs Stil ausmachen: eine narratologische, die die Erzählweise als Folge von gezielten Auslassungen bestimmt (als „Emmentaler Käse“, wie Truffaut einmal sagte); eine gattungsgeschichtliche, die ihn als Vertreter einer Komik nach dem Slapstick nimmt, als Repräsentanten der Nonchalance als komischer Grundhaltung; eine epistemologisch-affektionale, die den Lubitsch-Touch aus einer von innen kommende Traurigkeit heraus bestimmt, die auch in den fröhlichsten Momenten dieses Regisseurs gegenwärtig sei, wie Sarris schrieb; usw. Neben Lubitsch ist vor allem vom Hitchcock-Touch die Rede, das Anhängsel „-Touch“ kann aber allen Regisseuren zukommen.

Referenzen:

fellinesk

Ouevre


Artikel zuletzt geändert am 05.02.2012


Verfasser: AS


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