Lexikon der Filmbegriffe

Generation: Filmkopie

Man bezeichnet bei Kopiervorgängen jedes Abfolgeverhältnis Original-Kopie als Generationenverhältnis. Die Kopie zählt immer eine Kopie mehr als das Original, das möglicherweise selbst eine Kopie ist, so dass es zur dritten, vierten usw. Generation von Kopien kommen kann. Im traditionellen Kopierverfahren verursacht jeder Kopiervorgang einen Verlust an Schärfe und Kontrastumfang. Das ist erst beim Kopieren digitaler Filme irrelevant geworden, hier sind Original und Kopie identisch.
Manchmal wurde bewusst mit wiederholten Kopien gearbeitet, um die visuelle Qualität einer Kopie zu verschlechtern. Der Kameramann Raoul Coutard etwa ließt mehrere Einstellungen aus Godards I Carabinieri mehrfach kopieren, um das Material an Archivmaterial anzupassen, das in den Film einmontiert wurde. 


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: AS


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