Lexikon der Filmbegriffe

Fliege

auch: Sender-Logo; engl.: bug, station logo

(1) Die Bildkennung mittels einer elektronisch eingebrannten Sendermarke nennt sich oft Fliege, weil das Zeichen wie eine Fliege, die sich auf dem Fernseher niedergelassen hat, eine Störung des Bildes ist, die bare Illusionierung hindert und darum tatsächlich oft als störend empfunden wird. (CA)
(2) Werbesendungen müssen lt. Rundfunkstaatsvertrag (§6) im Fernsehen eindeutig gekennzeichnet sein, sei es durch die Markierung „Werbung“ vor und hinter dem Werbeblock, sei es durch die Markierung des redaktionellen Programmanteils durch die Fliege. Werbesendungen tragen darum keine Fliege. (HHM)
(3) Fernsehbilder werden mittels des Logos als einem Programmanbieter zugehörig erkennbar. Diese machen den Kanal dem Zuschauer gegenüber permanent deutlich, tragen so vielleicht zur Kommunikation von Sender-Images und zur Festigung von Sender-Publikums-Bindungen bei. Zudem ist es leichter möglich, Abklammerungen von Filmen aus dem laufenden Programm zu identifizieren: Das Entfernen von Senderlogos aus dem Fernsehbild ist zwar möglich, aber ungemein arbeitsaufwendig. Auf der anderen Seite erleichtert es dem umschaltenden Zuschauer die Orientierung in der Folge der Sender, die er anschaltet. Schriftzüge oder Markensymbole der Fliegen werden meist in dem Design-Konzept der Sender viel breiter eingesetzt, bilden oft sogar ein graphisches Zentrum des Corporate Design (wie z.B. die „große Eins“ der ARD).


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


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