Lexikon der Filmbegriffe

Miniaturisierung

Gelegentlich ist das Kleinerwerden als eigenes Drama verfilmt worden – als tragische und am Ende wohl tödliche Reise ins Mikrokosmische (wie in The Incredible Shringing Man, USA 1957 Jack Arnold) oder als zwischenzeitige, komödiantisch-spannungsgeladene Miniaturisierung der Akteure, die den Kampf gegen andere Kleinlebewesen aufnehmen müssen (wie in Honey, I Shrunk the Kids, USA 1989, mehrere Fortsetzungen). Ältere Beispiele (wie The Devil-Doll, 1936, Tod Browning, der von verkleinerten Menschen erzählt, die als Puppen verschenkt werden, tatsächlich aber Mörder sind, die die Beschenkten umbringen) halten dagegen die Gefährlichkeit der Verkleinerung als Erzählthema fest. Umso deutlicher steht ein Film wie Fantastic Voyage (USA 1965, Richard Fleischer) gegen diese Tradition – ein U-Boot wird mitsamt Besatzung auf Zellgröße verkleinert und in den Körper eines Sterbenskranken injiziert, die Besatzung soll eine Operation vornehmen. Das Motiv findet sich auch als phantastisches Element im Kinderfilm – der Titelheld aus Tommy Tricker and the Stamp Traveller (Kanada 1988, Michael Rubbo, mehrere Sequels) wird auf Mikrobengröße verkleinert und reist auf einer Briefmarke nach Australien, um ein magisches Briefmarkenalbum zu finden. In dem französischen Film Arthur and The Minimoys (2006, Luc Besson) – „Minimoys“, französisch gesprochen, ergibt „mini mois“ = kleine Ichs – lässt sich der Held miniaturisieren, um beim Volk der Minimoys nach seinem verschollenen Großvater und einem Schatz zu forschen.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: AS


Zurück