Lexikon der Filmbegriffe

Drehgenehmigung

(1) Presserechtlicher Begriff. Abhängig von den Gesetzen des jeweiligen Landes sind vom Produzenten eines Films noch vor Drehbeginn Genehmigungen von Privatpersonen, Behörden oder Firmen einzuholen, die Aufnahmen von Personen, Außendrehorten und Gebäuden gestatten. Bei Institutionen sind die Verwaltungsvertretungen Ansprechpartner, Drehgenehmigungen für private Grundstücke oder Orte sind dagegen immer direkt bei den Eigentümern und nicht über staatliche Behörden einzuholen. Die vorherige Klärung von Aufnahmegenehmigungen ist besonders bei aufwendigen Filmaufnahmen wichtig, die Maßnahmen wie Intervallsperren im Innenstadtbereich, vollständige Sperren mit Beschilderung und Umleitung, mehrtägigen Dreh in Schlössern, Burgen oder Residenzen nötig machen. Das Original der Drehgenehmigung muss während der Filmaufnahmen immer mitgeführt werden, um sich bei etwaigen Kontrollen ausweisen zu können. Oft wird die Genehmigung nur gegen eine Gebühr oder eine Entgeltung erteilt. Ihre Höhe hängt meist von Aufwand und Umfang der Filmaufnahmen sowie der Attraktivität des Drehortes ab.
(2) Im Sonderfall handelt es sich um eine Drehgenehmigung, die die Straßenverkehrsverordnung vorschreibt: sie muss immer dann vorliegen, wenn „öffentliches Straßenland“ mehr als verkehrsüblich oder abweichend von Vorschriften der StVO genutzt werden soll, also eine „straßenverkehrsrechtliche Sondernutzung“ erfolgt. 


Artikel zuletzt geändert am 03.08.2011


Verfasser: JH


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