Lexikon der Filmbegriffe

establishing sound

Ähnlich, wie der establishing shot eine Gesamtansicht der folgenden Szene einführt und es dem Zuschauer dadurch möglich macht, eine zusammenhängende Raumvorstellung aufzubauen, dient der „etablierende Ton“ unter dem ersten oder den ersten Bild(ern) einer Szene dazu, eine ganzheitliche Hör-Vorstellung des Handlungsraums zu gewinnen. Manchmal (und im Kino der 1930er dominant) werden Bild und Ton homogen geführt – man sieht z.B. eine Einstellung auf eine belebte Straße in New York, dazu hört man das Verkehrsgeräusch –, manchmal aber auch (vermehrt in den 1940ern) heterogen, wenn man also das Verkehrsgeräusch hört, sich aber visuell in einem Hotelzimmer mit heruntergelassenen Rollos befindet. Setzt Dialog ein, wird der Pegel des etablierenden Umgebungstons heruntergefahren; er kann aber jederzeit re-etablierend wieder eingesetzt werden, als würde in der Tonmischung ein Fokuswechsel resp. eine Neuformation des Vordergrund-Hintergrund-Verhältnisses eingesetzt.

Referenzen:

Establishing Shot

Re-Establishing Shot


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: AS


Zurück