Lexikon der Filmbegriffe

split rights deal

dt. etwa: „Geschäft der geteilten Rechte“, „Rechteteilung“

Kurz gesagt, ist der split rights deal ein Abkommen zwischen verschiedenen Vertriebsunternehmen, die Rechte an einem Film aufzuteilen und ihn (resp. die zugefallenen Teilrechte) jeweils in Eigenregie auszuwerten. Rechteteilung wird oft schon in der Vorproduktion vereinbart, wenn z.B. ein Studio ausländische Finanziers mit einem bestimmten Prozentsatz an der Produktion beteiligt und dafür die Auslandsrechte schon im Vorfeld an die Mitfinanziers abtritt. Ein Beispiel für einen split rights deal ist der Caper-Film The Mexican (2001) mit Brad Pitt und Julia Roberts, der von der Newmarket Capital Group – die dafür die Verleihrechte in einer ganzen Reihe ausländischer Märkte erwarb – und DreamWorks finanziert wurde, die dafür alle anderen Filmrechte erhielten. Es gibt aber auch Fälle wie Rollerball (2002), der von MGM (nationale Rechte in den USA), einer Gruppe ausländischer Geldgeber (jeweilige nationale Rechte auf begrenzten Märkten) und Sony (Rest der internationalen Rechte) bezahlt wurde.
Neuerdings verhalten sich einige US-Studios im Umgang mit split rights deals sehr zurückhaltend, weil sie dann die möglichen Einspielergebnisse weltweit nur zum Teil abschöpfen können. Ein Beispiel ist der Universal-Film American Pie (1999), dessen internationale Rechte noch vor dem Filmstart für einen recht kleinen Betrag an Summit Entertainment und Newmarket Capital Group verkauft wurden und der dann ein unerhörter Erfolg wurde –mit Einnahmen, die größtenteils an der Universal vorbeiflossen.


Artikel zuletzt geändert am 27.07.2011


Verfasser: HHM


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