Lexikon der Filmbegriffe

Filmblut

auch: Kunstblut, Imitationsblut, Requisitenblut, Effektblut

Entgegen der weitverbreiteten Annahme, dass Ketchup im Film als künstliches Blut eingesetzt werde, wird Filmblut aus Sirup (z.B. Rübensirup), roter und blauer Lebensmittelfarbe, manchmal auch Kaffee gemischt. Für tropfendes Blut wird meist eine Stärke-Lösung verwendet, die wiederum mit Lebensmittelfarben auf den Blut-Ton abgestimmt wird. Kunstblut kann als Film- und Theater-Makeup auch vorgefertigt bezogen werden:

– für die Nachbildung kleinerer Wunden, wenn es auf die Reliefwirkung der Verletzung ankommt, bietet sich eine dickflüssige Paste an, wie sie in Tuben geliefert wird;
– wenn ein Akteur aus dem Mund bluten soll, muss er eine Kapsel zerbeißen; dadurch wird der Speichelfluss angeregt und mit dem in der Kapsel befindlichen Farbstoff rot gefärbt;
– geht es um die Darstellung fließenden Blutes, gibt es flüssiges Kunstblut in Litergebinden.

Als einer der weltweit größten Filmblut-Hersteller gilt die Firma Kryolan in Berlin. 


Artikel zuletzt geändert am 02.08.2011


Verfasser: AS


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