Lexikon der Filmbegriffe

temp track

auch: temp music, tracking; von temporary music; dt. etwa: „vorläufige Musik“

Oft wird bei Filmprojekten, die noch nicht abgeschlossen sind und für die vor allem die Musiken noch nicht komponiert wurden, eine „vorläufige Musik“ unterlegt – einerseits, um die Wirkung des schon vorliegenden Materials schon probeweise testen zu können, andererseits, um über die Auswahl vorliegender Musiken, die dem Film nur provisorisch unterlegt werden, auch Entscheidungen über Art und Klangfarbe, Tempo und Instrumentierung zu treffen, die später für den Filmkomponisten Anhaltspunkte dafür bieten, welche Musiken von ihm von Produzent und Regisseur erwartet werden. (Manche sehen das Verfahren als hilfreich an, andere dagegen weigern sich strikt, an der Auswahl der vorläufigen Musiken beteiligt zu werden. In manchen Fällen – zu ihnen zählt Stanley Kubricks 2001 - A Space Odyssee (USA 1968), für den ursprünglich Alex North als Komponist vorgesehen war – wird aber die vorläufige Musik tatsächlich dann als Filmmusik eingesetzt.


Artikel zuletzt geändert am 23.07.2011


Verfasser: AS


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