Lexikon der Filmbegriffe

Eristik

von griech.: eris, erizo = Streit, streiten

Die Kunst und Technik des Redestreitens wird in der Rhetorik Eristik genannt. Darunter ist der absichtliche Einsatz verbaler Techniken in einer Kommunikationssituation zu verstehen, bei dem es nicht darum geht, Konsens herzustellen, sondern eigene Ziele zu erreichen. Wichtig ist, dass man es nicht mit einem baren Streit zu tun hat, sondern dass ein real anwesendes oder medienkonsumierendes Publikum das Gespräch begleitet. In Gang gesetzte Eristik sind die politischen Rededuelle zwischen konkurrierenden Kandidaten, wie sie in den Präsidentendebatten in den USA seit den 1960er Jahren bekannt sind und seit einiger Zeit auch in Deutschland heimisch werden.

Literatur: Bishop, George F. / Meadow, Robert G. / Jackson-Beeck, Marilyn: The Presidential debates. Media, electoral, and polical perspectives. New York: Praeger 1978. – Kraus, Sidney) (ed.): The great debates: Background, perspective, effects. Bloomington, Ind.: Indiana University Press 1962. – Kraus, Sidney (ed.): The great debates: Carter vs. Ford. Bloomington, Ind.: Indiana University Press 1979.


Artikel zuletzt geändert am 20.07.2011


Verfasser: HHM


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