Lexikon der Filmbegriffe

Fusselcheck


von dt. Fussel, auch Fluse = Fasern, welche sich aus Garnen von Gewebe oder Gewirken gelöst haben; engl.: gate check

Gelegentlich setzen sich feine „Fusseln“ – Haare, Staubbällchen u. ä. – im Bildfenster, aber auch vor dem Objektiv fest. Um eine durch Fusseln ungetrübte Aufnahme zu erreichen, muss die Sauberkeit der Kamera regelmäßig (am besten vor jeder Aufnahme) überprüft werden. Darum kontrolliert der Kameraassistent vor und nach der Aufnahme das Bildfenster auf mögliche Verunreinigungen, die sich auf dem entwickelten Film als störende Bildfehler auswirken könnten. In der Regel wird dazu die Optik abgenommen, die Blende bis zur maximalen Öffnung aufgezogen und die Schärfe auf unendlich gestellt; danach sucht man die Kanten des Bildfensters mit einer Taschenlampe oder einer „Fussellupe“ ab. Eventuelle Verschmutzungen werden (mittels Druckluft oder manueller Reinigung) entfernt. Zu der Überprüfung gehört auch der sogenannte „Kratzercheck“, bei dem man die Film‑Kassette abnimmt und sie so hält, dass man im Gegenlicht eventuelle Kratzer leicht erkennen kann. Sollten Kratzer auftreten, wird sofort eine andere Kassette eingesetzt; sollten auch dann noch Kratzer auftreten, entsteht die Beschädigung in der Kamera, nicht an den Öffnungen der Kassette. Erst nach diesen Kontrollschritten wird eine Aufnahme als verwertbar im Sinne der Materialentwicklung bezeichnet werden (man nennt die noch unbelichteten Aufnahmen dann auch Kopierer).



Artikel zuletzt geändert am 20.12.2012


Verfasser: AS


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