Lexikon der Filmbegriffe

Fernsehtagebuch (1)

engl. oft: TV diary

Das Fernsehtagebuch ist eine Erhebungsmethode, bei der die zu Befragenden ein „Tagebuch“ erhalten, in dem sie ihre Antworten notieren. Oft sind dies Erhebungsbögen, auf denen der Titel der Sendung, der Sender, die Verweildauer des Probanden festgehalten werden. Derartige Mittel sind eine Strategie, Nutzungsmuster festzustellen.
Fernsehtagebücher werden insbesondere im medienpädagogischen Unterricht geführt, um Schüler auf das eigene Fernsehverhalten aufmerksam zu machen, Nutzungsmuster zu dokumentieren und so zugleich Material für den Unterricht zu gewinnen. Zunehmend wird diese Art der Tagebücher zu „Medientagebüchern“ erweitert, die insbesondere Zeiten, die am Computer verbracht werden, miterfassen. 

Literatur: Haudeck, Helga: Das Audio-Tagebuch als Erhebungsinstrument. Ein neuer Ansatz in der Lernprozessforschung. In: Selbstausdruck mit Medien. Eigenproduktionen mit Medien als Gegenstand der Kindheits- und Jugendforschung. Hrsg. v. Horst Niesyto. München: KoPäd-Verlag 2001, S. 35-51. – Kuhlmann, Christoph / Wolling, Jens: Fernsehen als Nebenbeimedium. Befragungsdaten und Tagebuchdaten im Vergleich. In: Medien & Kommunikationswissenschaft 52,3, 2004, S. 386-411. – Tietze, Wolfgang: Mediennutzung und Zeitbudget. Ansätze, Methoden, Probleme. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1991.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: AS


Zurück