Lexikon der Filmbegriffe

Lifestyle: VALS-Verfahren

Der VALS-Ansatz der Lifestyle-Forschung (von: Values and LifeStyles) wurde zwischen 1978 und 1981 vom Stanford Research Institute entwickelt und erhoben. Die Ergebnisse wurden 1983 von Mitchell veröffentlicht. Nach dieser Auffassung sind Lebensstile in erster Linie Ausdruck individueller Wertvorstellungen. Um diese zu erheben – die gesamte Konstellation von Einstellungen, Glauben, Meinungen, Hoffnungen, Ängsten, Vorurteilen, Bedürfnissen, Verlangen und Bestrebungen einer Person –, konstruierten die Forscher vor der Erhebung Gruppierungen von neun dominanten Gruppen in der US-Gesellschaft, die in vier Grundorientierungen unterschieden wurden: bedürfnisorientierte Gruppen, außengeleitete und innengeleitete Gruppen sowie eine Kombination von Außen- und Innensteuerung. Die VALS-Gruppierungen sind relativ starr, nur wenig auf andere Nationen zu übertragen, wenig anpassungsfähig an neue Kräfte, die die Werteorientierung verändern. Gleichwohl ist das Verfahren vielfach angewandt worden.

Literatur: Mitchell, Arnold: The nine American lifestyles. Who we are and where we're going. New York: Warner 1984.


Artikel zuletzt geändert am 29.07.2011


Verfasser: HHM


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