Lexikon der Filmbegriffe

Opernverfilmung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Opernverfilmung. Zum einen kann es sich um abgefilmte Opernaufführungen handeln, die – analog zur Konzertaufzeichnung – allenfalls ästhetisierend aufbereitet sind, um sie der Nachwelt zu erhalten. Zum anderen kann es sich – analog zur Literatur- oder Dramenverfilmung – um zuweilen sehr freie Adaptionen von Opern handeln, die nichts mehr mit bloßen Aufzeichnungen zu tun haben, sondern neue, eigenständige Interpretationen sind, die sich spezifisch filmischer Ausdrucksregister bedienen. Dies kann sogar in Form eines Animationsfilms geschehen, außerdem sind Verflechtungen von Oper und anderen Kunst- und Musik-Formen denkbar.
Auffallend ist die Affinität, die manche Regisseure (wie z.B. Luchino Visconti, Daniel Schmid, Patrice Chéreau) zur Oper haben und sie immer wieder als Regisseure an die Opernbühnen gebracht haben.

Beispiele: Die verkaufte Braut (Deutschland 1932, Max Ophüls) nach der Oper von Smetana. – Trollflöjten (Schweden 1974, Ingmar Bergman) nach „Die Zauberflöte“ von Mozart. – Linda di Chamounix (Schweiz 1996, Daniel Schmid) nach der Oper von Donizetti.
 

Referenzen:

Fernsehoper

Filmoper

Funkoper


Artikel zuletzt geändert am 20.12.2012


Verfasser: PB


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