Lexikon der Filmbegriffe

foley artist

auch: foley operator, foley editor, walker; dt.: Foley-Künstler; manchmal auch nach dem älteren Sprachgebrauch: Geräuschemacher

Zu Ehren des Geräuschemachers Jack Foley, der ausgangs der 1920er Geräuscheffekte für einige der ersten Tonfilme machte (u.a. Melody of Love, 1928, Arch Heath, und Show Boat, 1929, Harry A. Pollard), die er erst nach dem Dreh dem fertigen Film hinzufügte, wurde die Berufsbezeichnung des foley artist erfunden. Insbesondere die atmosphärischen Töne, eher beiläufige Geräusche wie diejenigen, die ein Sattel erzeugt, wenn jemand auf ein Pferd steigt, oder die eine Tasse, die auf eine Glasplatte gesetzt wird, hervorruft, werden nachträglich hergestellt und an den Film angelegt. Auch der Ton der meisten Sex-Szenen ist artifizieller Ton. Meist gilt die Forderung nach einer höchst realistischen Tondarstellung.
Die Foley-Gruppe besteht meist aus denjenigen, die die Geräusche erzeugen (foley artists, walkers), und den Technikern, die sie abmischen (foley editor, foley mixer, foley engineer). Das Ton-Studio (foley stage) umfasst eine große Reihe von Objekten – von Metallblechen über leere Behälter, Waffen, Haushaltsgegenstände etc. –, die je nach Aufgabe eingesetzt werden. Insbesondere der Ton von Action-Sequenzen wird meist übertrieben – gerade hier wird von einem naturalistischen Sound-Konzept abgewichen und mit erkennbarem Kunst-Ton gearbeitet (ein bekanntes Beispiel sind die Faustschläge aus den Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filmen).

Referenzen:

foley


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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