Lexikon der Filmbegriffe

GEMA

= Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte

Die GEMA wurde – nach einem ersten, von Richard Strauss angeregten Zusammenschluss von Musik-Urhebern und -Verlegern im Jahre 1903 in Berlin – 1945 mit Sitz in Berlin und München gegründet. Sie ist eine deutsche Verwertungsgesellschaft, die in der Musikbranche mit der Wahrnehmung von Urheberrechten betraut ist (auf der Grundlage des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes [UrhWG] v. 9.9.1965). Zu diesem Zweck betreibt sie das Inkasso von Gebühren für die Musikwiedergabe. Die dabei eingenommenen Beträge werden auf jene Künstler, Komponisten und Texter verteilt, die Mitglied der GEMA sind. Es gibt in fast allen Ländern derartige Verbände, die die Urheberrechte von Komponisten und Musikern vertreten – in Amerika ASCAP und BMI, in England PRS, in der Schweiz SUISA, in Holland BUMA usw. Die nationalen Nutzungsgesellschaften leisten einander länderübergreifend Inkassohilfe. 

Literatur: Kreile, Reinhold: 100 Jahre GEMA. Musikalische Verwertungsgesellschaft in Deutschland 1903-2003. Baden-Baden: Nomos 2003. – Kreile, Reinhold / Becker, Jürgen / Riesenhuber, Karl (Hrsg.): Recht und Praxis der GEMA. Handbuch und Kommentar. Berlin: de Gruyter 2005. – Staats, Robert: Aufführungsrecht und kollektive Wahrnehmung bei Werken der Musik. Baden-Baden: Nomos2004.
 

Referenzen:

GEMA-frei


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: HHM


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