Lexikon der Filmbegriffe

Panoramaschwenk / Panoramieren

auch: Rundschwenk; engl.: panning shot, pan shot, 360-degree pan

Das Aufnehmen eines Panoramas durch langsames Schwenken der Kamera. Der Panoramaschwenk ist oft ein Sonderfall des establishing shots, der dazu dient, die Außerordentlichkeit der Umgebung auszustellen. Manchmal wird er auch als pseudosubjektive Aufnahme eingesetzt, gerade um die Abwesenheit eines erwarteten oder gesuchten Objekts zu unterstreichen oder um wiederum die Besonderheit der umgebenden Landschaft zu unterstreichen. Zum erstenmal eingesetzt wurde der Rundschwenk in James Whales Frankenstein (1931). Er findet sich in so unterschiedlichen Filmen wie Federico Fellinis La Strada (1954) oder Stanley Kramers Judgement at Nuremberg (1961). Höchst artifiziell ist ein dreifacher Rundschwenk in Jean-Luc Godards Weekend, das ein visuelles Äquivalent der Mozart-Komposition im Soundtrack darstellen soll.

Referenzen:

roundy round


Artikel zuletzt geändert am 25.07.2011


Verfasser: HJW


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