Lexikon der Filmbegriffe

Transition (1)

von lat. transitio = Übergang

(1) Alle Techniken, mittels derer Szenen miteinander verbunden werden, werden auch Transitionen (oder Szenentransitionen) genannt. Damit rücken insbesondere Markierungen wie die Folge von Ab- und Aufblende ins Blickfeld, die konventionellerweise einen Zeitsprung kennzeichnet. Einerseits enthalten Szenentransitionen immer derartige diskontinuierliche Elemente, denen gelegentlich aber in der visuellen Gestaltung des Übergangs ein kontinuierliches Moment entgegengestellt wird (indem das zentrale Objekt des folgenden Bildes z.B. genau in dem Bildsektor steht, in dem der Fokus der vorherigen Einstellung geendet hatte). Auch Objekte können eine Verbindung zwischen zwei diskontinuierlichen Bildern schaffen (wie die bekannte Kerze, die im zweiten Bild heruntergebrannt ist). Gelegentlich werden Szenensprünge als Blickmontagen maskiert: Man sieht ein Objekt in der ersten Situation, der reaction shot zeigt dagegen schon die zweite; in der Anfangsphase von Where Eagles Dare (Großbritannien 1968, Brian G. Hutton) findet man findet man die folgende Bildfolge: //Burton / eine Lampe / Burton / die Lampe, Abschwenk/Rückfahrt// – und das letzte Bild zeigt eine neue Szene (dabei bleibt es unklar, welcher der beiden aneinandergrenzenden Szenen das dritte Bild zugehört). Mit Techniken wie freeze-frame oder dem fokussierenden Einsatz der Loch- und Kastenblenden – die ja zu den reflexiven Techniken zählen – ist es möglich, dass sich just im Moment der Transition die Erzählerinstanz bemerkbar macht. Das wundert insofern nicht, als der Moment zwischen Szenen zu den Strukturpausen rechnen, Handlung und soziale Prozesse sind für den Augenblick abgeschlossen, die szenische Binnenspannung ist gelöst.

Referenzen:

Summary

Überbrückungsmusik


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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