Lexikon der Filmbegriffe

Drehzeit

Die Zeit, die für alle Aufnahmen im Drehplan vorgesehen wurde, nennt sich Drehzeit. Sie ist nicht allein von der Länge des Films abhängig, sondern auch von der Anzahl der Drehorte, dem Aufwand, den manche Drehorte abfordern, und ähnlichem mehr. Die Drehzeit für einen Langfilm (90min) schwankt in Europa zwischen 12 und 100 Tagen; für die USA wird bei einer Studio-Produktion je nach Projekt eine Drehzeit von 15-20 Tagen, von 40-50 Tagen oder auch bei Großproduktionen von 80-100 Tagen zugrunde gelegt; nur im Ausnahmefall sind kürzere Drehs möglich. In anderen nationalen Kinematographien sind wesentlich höhere Drehzeit-Budgets möglich (für die UdSSR galten einmal Produktionszeiten von annähernd einem Jahr). Ein Meister der kurzen Drehzeiten war Roger Corman, der in der Regel mit 8 bis 10 Tagen auskam. Chaplin war für manchmal extrem lange Drehzeiten bekannt (so brauchte er z.B. für Modern Times, 1936, fast ein Jahr). Drehzeiten bei dokumentarischen Projekten und bei manchen experimentellen Filmen lassen sich oft nicht angeben, weil sich Dreharbeiten u.U. mit vielen Unterbrechungen über Jahre hinziehen. 
 

Referenzen:

Drehplan

Drehtage


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: AS


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