Lexikon der Filmbegriffe

pickup

auch: pick up, pick-up

(1) Obwohl man optimalerweise davon ausgeht, dass beim Coverage-Verfahren alles Material erzeugt wird, das man zur Auflösung einer Szene im Schneideraum benötigt, werden dennoch Sicherheitsaufnahmen am Set gemacht – wobei oft aktionsfreie Stücke von den Kamerapositionen der normalen Aufnahme aufgenommen werden. Manchmal werden störende „Löcher“ des Ablaufs, Störungen des Rhythmus und ähnliches erst während des Schnitts entdeckt – und dann liegt mit Pickup-Aufnahmen Material vor, mit dem ausgeglichen werden kann.
(2) Als negative pickup (oft auch: negative pickup) wird ein Vertrag bezeichnet, mit dem ein Verleiher einen Film als fertig geschnittenes Negativ übernimmt, so dass die Kosten für die Herstellung der Verleihkopien nicht mehr dem Produzenten zufallen. Auf diese Weise braucht sich der Verleih nicht um Produktionskosten zu kümmern, und umgekehrt hat der Produzent mit einem Pickup-Vertrag eine feste Summe, die in die Kalkulation des Projekts eingehen kann.
(3) Manchmal werden Akteure in Probe und Spiel dazu aufgefordert – „pick it up!“ –, das Tempo von Sprechweise und Spiel zu beschleunigen.


Artikel zuletzt geändert am 25.07.2011


Verfasser: JH


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