Lexikon der Filmbegriffe

Pseudonym

Deckname, angenommener Name; von griech.: pseudein = täuschen, onoma = Name; oft mit dem tatsächlichen Namen mit alias verbunden; im Engl. auch: false name, pen name; frz.: nom de plume

Pseudonyme werden verwendet, wenn man einen Skandal verursachen oder durch Inszenierung anrüchiger Werke seinen „guten Namen“ ruinieren könnte, wenn man das Geschlecht der Person verbergen möchte, wenn man durch die Namen der Beteiligten eine Anpassung an den jeweiligen nationalen Markt betreiben will. Kunstnamen – also angenommene Namen, unter denen man als Künstler arbeitet – sind im Film ausgesprochen verbreitet. So arbeiten gerade Regisseure und Darsteller von Genre- und Exploitation-Filmen oft sogar unter mehreren Pseudonymen (der spanische Regisseur Jesus Franco etwa hat fast 20 Pseudonyme). Viele Regisseure des italienischen Sandalenfilms arbeiteten mit Namens-Alternativnamen (wie etwa Sergio Corbucci hier auch als „Stanley Corbett“ firmierte). Schauspieler ändern ihre Geburtsnamen, weil hier der Name Teil des Personen-Marketing ist (Myrna Williams = Myrna Loy; Holger Mischwitzky = Rosa von Praunheim; Nikolaus Günther Nakszynski = Klaus Kinski). Das wohl berühmteste Pseudonym der Filmgeschichte ist „Alan Smithee“ – ein Kunstname, der von Regisseuren benutzt wird, die sich von einem Werk, zu dem sie verpflichtet waren, distanzieren wollen.

Referenzen:

Alan Smithee


Artikel zuletzt geändert am 27.07.2011


Verfasser: AS


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