Lexikon der Filmbegriffe

Verleih

engl.: release, general release

Nach den Worten des Industriehistorikers Douglas Gomery „the least glamorous branch of the industry, but the key to market control“. Voraussetzung für die weltweit marktbeherrschende Stellung der amerikanischen Filmindustrie war neben der Größe des Heimmarktes der Aufbau von weltweiten Verleihorganisationen. Jedes Studio unterhält ein internationales Netz von Verleihniederlassungen, wobei aus Konkurrenten auf dem Heimmarkt außerhalb der USA oft Geschäftspartner werden. So unterhalten Paramount, Universal und MGM seit Beginn der 1980er Jahre eine gemeinsame internationale Verleihorganisation mit dem Namen UIP mit Hauptsitz in London. Die Verleihorganisationen bilden auch das zentrale Element der institutionellen Kontinuität der großen Studios. Ende der 1910er bis Mitte der 1920er Jahre gegründet, agierten die Majors bis Ende der 1940er Jahre als vertikal integrierte Konzerne. In den 1950er und 1960er Jahren beschränkten sie sich oft auf die Rolle als bloße Finanzierungs- und Verleihpartner unabhängiger Produzenten, während sie heute wieder in allen drei Geschäftsbereichen tätig sind.

Literatur: Acland, Charles R.: Screen traffic. Mmovies, multiplexes, and global culture. Durham [...]: Duke University Press 2003. – Cones, John W.: The feature film distribution deal. A critical analysis of the single most important film industry agreement. Carbondale [...]: Southern Illinois University Press 1997. – Hahn, Anke / Schierse, Anna: Filmverleih. Zwischen Filmproduktion und Kinoerlebnis. Konstanz: UVK 2004 (Praxis Film. 15.).
 

Referenzen:

Blindbuchen

Blockbuchen

breakout

First dollar / first dollar gross

house nut / house expense / house allowance / house floor

limited release

P&A

Roadshow

Verleih: Vermarktungsstrategien

Verleihe

Verleihkopie

Verleihvorkosten

wide release

Wiederaufführung


Artikel zuletzt geändert am 20.12.2012


Verfasser: VH PV


Zurück