Lexikon der Filmbegriffe

harter Schnitt

engl.: hard cut, smash cut, dynamic cut

Werden zwei Einstellungen miteinander verbunden, ist die Schnittstelle ein wahrnehmungsauffälliger Einbruch der Kontinuität der Ereignisse. Zwar wirken eine ganze Reihe von Effekten dieser Tatsache entgegen (insbesondere Konventionen der Kontinuitäts-Montage), doch kann sie selbst Ziel und Mittel des filmischen Erzählens sein. So kann es z.B. in Verfahren der Kontrastmontage wichtig sein, die Differenz der Bilder resp. dessen, was sie zeigen, auszustellen, weil sie die Basis der semantischen Relationen ist, um die es geht. Im Hollywood-Kino ist meist der „weiche Schnitt“ (die „unsichtbare Montage“) angestrebt worden; in anderen kinematographischen Programmen ist dagegen das „harte“ Nebeneinander der Bilder Mittel des Erzählens.

Referenzen:

unsichtbarer Schnitt


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: AS


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