Lexikon der Filmbegriffe

3D-Ein-Film-Verfahren

engl.: single film 3D process

Manche 3D-Verfahren bringen die beiden Teilbilder mittels anamorphotischer Stauchung auf einem einzigen Filmstreifen unter. Dabei sind zwei Typen entstanden: (1) Die Teilbilder stehen nebeneinander (side-by-side anamorphic format) und werden mittels einer Doppeloptik – Objektive mit zwei Linsensystemen – auf der Leinwand wieder zur Deckung gebracht. Dabei haben die Bilder Vollformat (bei StereoVision etwa), wenn das Bildfeld vier Perforationslöcher hoch ist, Breitformat (1,85:1), wenn es drei Perforationslöcher übergreift. (2) Bei Filmen im CinemaScope-Format (2,35:1) stehen die beiden Teilbilder übereinander (single strip over-and-under). Konventionellerweise ist das rechte Teilbild oben, das linke unten. Auch hier erfolgt die Projektion mittels einer Doppeloptik, wie sie z.B. von Chris Condon für StereoVision entwickelt wurde. Dieses Verfahren wurde von Stereovision, ArriVision und anderen verwendet.

Referenzen:

Depix

Stereo 70

Olden/Tri-Delta

Stereovision

Triarama


Artikel zuletzt geändert am 03.01.2012


Verfasser: JH


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