Lexikon der Filmbegriffe

ad lip

Abkürzung, von lat.: ad libitum = nach Gutdünken, nach Belieben

Ursprünglich stammt die Bezeichnung ad lib aus der Musik – als Spielanweisung, die dem Interpreten große Freiheit in der Gestaltung des Werks (sowohl hinsichtlich der Wahl des Tempos als auch der Ausschmückung des Stücks mit eigenen Improvisationen) gewährt. Auf das Schauspiel übertragen sind damit solche Spielszenen gekennzeichnet, die auf keinen vorformulierten Dialog zurückgreifen, sondern die Dialoge der Improvisation der Akteure überlassen. Das Verfahren ist nicht nur in der Komödie verbreitet, wenn es um das Gewinnen von Situationskomik und Spontaneität des Spiels geht, sondern auch als Strategie, dialektale und soziolektale Färbungen für das Lokal- und Sozialkolorit des Films zu gewinnen, sofern die Schauspieler über das vorausgesetzte Sprachwissen verfügen.


Artikel zuletzt geändert am 22.08.2011


Verfasser: AS


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