Lexikon der Filmbegriffe

5.1

Zur Erzeugung eines möglichst naturalistischen Raumklangs ist es nötig, den Zuschauerraum von verschiedenen Seiten zu beschallen. Nach Einführung der digitalen Tonformate hat sich das 5.1-System als Standard herausgebildet, der inzwischen auch auf DVD ausgeliefert wird. Die tiefen Töne (bis 100Hz, manchmal nur bis 80Hz) werden dabei über nur einen einzigen Kanal resp. einen Subwoofer wiedergegeben, was damit zusammenhängt, dass tiefe Töne vom menschlichen Ohr nicht richtungsspezifisch wahrgenommen werden können. Die anderen Kanäle, die die richtungsgenaue Tonkulisse eines Films bilden, sind der Center hinter der Leinwand, je ein Frontlautsprecher links und rechts vom Center sowie zwei Lautsprecher seitlich hinter dem Publikum (genannt Center, Links, Rechts, Rechts-/Links-Surround = engl.: center, left, right, left-surround, right-surround; manchmal auch in der Kurzform C, L, R, Ls, Rs, LFE). Ist die Leinwand zu groß, werden die Links- und Rechtskanäle um weitere Effektkanäle vermehrt (z.B. zu einem 7.1- oder 9.1-System).

Referenzen:

CDS (Cinema Digital Sound)

discrete 6-track

DTS (Digital Theatre Systems)

L.C. Concept

LFE-Kanal

SDDS (Sony Dynamic Digital Sound)

Surroundboxen


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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