Lexikon der Filmbegriffe

International Programme for the Development of Communication (IPDC)

Das IPDC ist ein Programm zur Medienförderung der Vereinten Nationen (resp. der Unesco). Es wurde 1980 gegründet und hat seitdem 1.100 Projekte in 139 Ländern unterstützt (Gesamt: ca. 97 Millionen US-$, Jahresetat: ca. 3 Millionen US-$; Stand: 2007). Aufgabe des IPDC ist die Hilfestellung beim Aufbau von Infrastrukturen und unabhängigen Medienangeboten in Entwicklungs- und Transformationsländern, die Unterstützung journalistischer Ausbildungsprogramme, die Einrichtung von Nachrichtenagenturen und Radiostationen in ländlichen und isolierten Gebieten, die Bereitstellung technischer Hilfen. IPDC fördert unter anderem den Aufbau von Community Multimedia Centres (CMC), die für die Bevölkerung Begegnungs-, Bildungs- und Kommunikationszentrum zugleich sind. Typischerweise bestehen sie zum einen aus einer leicht zu bedienenden Radiostation mit einer Reichweite von 10-50km, die es ermöglicht, Sendungen in lokalen Sprachen auszustrahlen. Die zweite Komponente ist ein so genanntes Telecentre, das Computer mit Internetanschluss, Drucker und Faxgerät, Scanner, Telefon, Digitalkamera, Fernseh- und Videogerät umfasst. Einheimische Mitarbeiter werden geschult und geben ihre Kenntnisse an die Bevölkerung weiter. IPDC ist das einzige Programm der Vereinten Nationen für die Medienförderung in Entwicklungs- und Transformationsländern. Das Programm wird koordiniert von einem zwischenstaatlichen Rat, dem 39 Mitgliedstaaten angehören. (HHM, unter Verwendung eines UNESCO-Textes)

Homepage: http://portal.unesco.org/ci/en/ev.php-URL_ID=13270&URL_DO=DO_TOPIC&URL_SECTION=201.html.


Artikel zuletzt geändert am 19.01.2012


Verfasser: HHM


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