Lexikon der Filmbegriffe

akustische Markenidentität


manchmal: akustische Markenführung; oft auch kurz: akustische Identität; engl.: acoustic branding, audio branding, sonic branding, sound branding, acoustic identity

In der Werbung werden neuerdings akustische Gesamtkonzepte für einzelne Produkte resp. Marken ausgearbeitet. Das Auditive soll so zu einem erkennbaren Teil der symbolischen Erscheinung des Produkts (oder der Marke) werden. Es bildet im Idealfall Grundlage oder Teil der strategisch geplanten, hörbaren Identität eines Unternehmens oder einer Marke – die korporative Identität hat so auch eine akustische Dimension. Zu den Techniken des akustischen Brandings gehören die Entwicklung eines Audio-Logos (wie die Fanfaren der großen Filmfirmen vor Beginn der Kinovorführung), eines marken- oder firmentypischen Markenthemas (brand theme, etwa als Handy-Klingelton), ggf. eines ebensolchen Liedes (brand song). Manchmal wird eine charakteristische Stimme als identitätsstiftende Stimme eingesetzt. Insbesondere die Vielzahl der neuen Medien, die auch oder sogar insbesondere im Akustischen gegen das Feld der Konkurrenzen abgesetzt sein müssen – Podcasts, Audiobooks, Smartphones, aber auch Konsolen- und Computerspiele usw. –, hat die Bedeutung des Audio-Brandings vergrößert. 

Literatur: Bronner, Kai / Hirt, Rainer (Hrsg.): Audio‑Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung, Medien und Gessellschaft. München: Fischer 2007 (Praxisforum Medienmanagement. 5.). – Ringe, Cornelius: Audio Branding. Musik als Markenzeichen von Unternehmen. Berlin: VDM‑Vlg. Müller 2005.
 


Referenzen:

akustisches Design

brand music

brand theme

brand voice


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


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