Lexikon der Filmbegriffe

Arrilaser

Gemeinsam mit der Münchner Firma Arri-Cinetechnik entwickelte das Fraunhofer-Institut für physikalische Messtechnik (Fraunhofer IPM) von 1996 an den ersten kompakten Laserfilmbelichter für die digitale Belichtung von 35mm-Kinofilm. Nach einer längeren Erprobungsphase wurde das Gerät 1999 auf dem Markt vorgestellt. Es nutzt drei Festkörperlaser als Lichtquelle und erreicht hohe Bildqualitäten (bei einer Auflösung von 3.000x4.000 Pixeln) durch höheren Kontrastumfang, bessere Farbsättigung, extrem hohe Auflösung und damit präzisere Detailwiedergabe als bei herkömmlichen Laserfilmbelichtern. Für die 1,5 Billionen Einzel-Pixel-Belichtungen eines 90minütigen Spielfilms benötigt der Arrilaser vier Tage (Stand: 2002). Das Fraunhofer-Institut wurde 2002 für die Entwicklung mit einem Technik-Oscar ausgezeichnet. Das Gerät konnte sich schnell durchsetzen und wird in allen Bereichen verwendet, in denen eine hochwertige Ausbelichtung von Digitalformaten auf 35mm-Film gewünscht ist wie z.B. bei der Umwandlung von digitalem Video- in analoges Kinomaterial im Werbefilmbereich, aber auch bei der Produktion solcher Filme wie Chicken Run (2000). 


Artikel zuletzt geändert am 15.07.2011


Verfasser: JH


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