Lexikon der Filmbegriffe

Art Cinema: Film d‘Art

1908 wurde in Paris die Firma Film d'Art gegründet, die u.a. Theaterstücke für den Film inszenierte, die von bekannten Darstellern der Comédie Française gespielt wurden. Auch schrieben renommierte (Bühnen-)Autoren Geschichten für sie, darunter Paul Lavedan (L'Assassinat du Duc de Guise, Le Bargy/Calmettes 1908). Als künstlerisch wertvoll galten diese Werke, da das Profilmische (Akteure, dramatische oder literarische Vorlage) als Kunst angesehen wurde. Die Aufzeichnung dieser Elemente auf Film war für die Film d'Art deshalb logischerweise ebenfalls Kunst. In Deutschland schrieben Autoren wie Gerhard Hauptmann für den Film (Atlantis, August Blom, 1913), weshalb auch hier galt: Ein Film ist ein Kunstfilm, wenn die Vorlage aus der Feder eines Roman- oder Theaterautors stammt; ‚Autorenfilm‘ steht hier für ‚Film, der von einem Autor verfasst wurde‘, und ist scharf gegen das spätere auteur-Prinzip abzugrenzen. 
 

Referenzen:

Autorenfilm: Frühzeit


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: SL


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