Lexikon der Filmbegriffe

Überbrückungsmusik

dt. manchmal auch nur: Überbrückung; auch: Bindeelemente; engl.: bridge, bridging

Als Überbrückungen“ werden meist sehr kurze, oft nur wenige Sekunden lange Stückchen Filmmusik bezeichnet, die man einsetzt, um damit Szenen miteinander zu verbinden und den Orts- oder Zeitsprung zu überdecken resp. anzuzeigen. Meist verwendet man dazu Musik mit gleichbleibendem Charakter. Wenn mit dem Übergang ein Wechsel der Stimmung oder des Tempos verbunden ist, wird diese Transition oft auch musikalisch in wenigen Takten angedeutet. Überbrückungsmusiken werden auch in Shows verwendet, um den Übergang von einer Shownummer zur anderen zu erleichtern und um nicht den Eindruck einer Pause entstehen zu lassen (diese würde als störend empfunden werden).


Ein Beispiel aus der Studiophase ist Around the World in 80 Days (USA 1956, Michael Anderson), in dem eine kleine Sequenz von nur acht Melodie-Noten aus der Musik Victor Youngs als Bindeelemente verwendet wird.


Vor allem in Fernsehserien hat sich diese Konvention erhalten und wird besonders dann auch für den Zuschauer auffällig, wenn das Musikstück mit visuell auffälligen Übergängen koordiniert ist (etwa mit Trickblenden wie in der frühen Serie The Monsters (Großbritannien 1962). Derartige Musiken werden aber auch in größerem Stil bei Serientiteln verwendet, dann eine ganze Reihe von Porträts, Action-Szenen, Gebäude- oder Stadtansichten und ähnlichem miteinander verklammernd. 
 

Referenzen:

überlappender Dialog


Artikel zuletzt geändert am 15.05.2012


Verfasser: AS


Zurück