Lexikon der Filmbegriffe

Vivaphone

manchmal: Hepworth Vivaphone

Ungefähr zeitgleich mit Gaumonts Chronophonograph entwickelte der englische Filmpionier und -bastler Cecil Hepworth sein eigenes System Vivaphone, das ähnlich wie Gaumonts Apparatur auf der Synchronisation eines Grammophons und des Projektors basierte und mit einem akustisch-mechanischen Verstärker vebunden war. Die Arbeiten an dem System begannen um 1908; das „Vivaphone Talking Film“-Patent wurde 1910 für die neu gegründete „Kinematograph Manufacturer's Association“ angemeldet, deren erster Präsident Hepworth wurde; die meisten Filme hatten in seinem eigenem „Terry‘s Theatre“ Premiere. In den nächsten Jahren drehte Hepworth mehrere hundert Vivaphone-Filme – vor allem Tanzszenen, Opernarien und Schlageraufnahmen mit manchmal sehr populären Akteuren. Das Verfahren wurde aber schon um 1913 aufgegeben, weil die Synchronisation von Grammophon und Projektor nie wirklich funktioniert hatte und vor allem die Beschallung großer Säle nur unbefriedigend gelang.

Literatur: Hepworth, Cecil M.: Came the Dawn. Memories of a Film Pioneer. London: Phoenix House 1951.


Artikel zuletzt geändert am 16.07.2011


Verfasser: JH


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