Lexikon der Filmbegriffe

Wechselobjektiv

engl.: interchangeable lens

Als Wechselobjektiv wird ein fotografisches Objektiv bezeichnet, das durch einen Bajonett- oder Schraubverschluss an einem Kameragehäuse (camera body) befestigt werden kann. In der Fotografie sprach man bei Kameras, die den Objektivwechsel gestatteten, von Systemkameras. Auch im Film können auf diese Art lange und kurze Optiken an der gleichen Kamera verwendet werden. Als Verbindung zwischen Kameragehäuse und Objektiv dient manchmal ein Zwischenstück (Adapter, engl.: lens mount), das Objektiveigenschaften verändert (aus einem Normal- ein Teleobjektiv machen) oder es ermöglicht, Objektive mit anderen Verschlüssen als denen, die am Gehäuse sind, zu verwenden. Im 35mm-Bereich sind heute (Stand: 2009) nur noch Arris PL-Verschluss (einer Bajonett-Verschluß-Variante) and Panavisions PV-Verschluss üblich; letzterer funktioniert nur mit Panavision-Objektiven und findet sich ausschließlich bei Panaflex-Kameras und wenigen von Panavision lizensierten anderen Kameramarken.
Insbesondere im Amateurbereich erleichterten Objektivrevolver, die mehrere verschiedene Objektive auf einem drehbaren Objektivträger vor dem Bildfenster der Kamera zum wechselnden Gebrauch anboten, den Wechsel der Optiken. Bei elektronischen Kameras wird heute fast nur noch mit Zoom-Optiken gearbeitet.

Referenzen:

Objektivrevolver


Artikel zuletzt geändert am 18.07.2011


Verfasser: JH


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