Lexikon der Filmbegriffe

output deal

Einen Lizenzvertrag, der einem nationalen Anbieter gewisse Rechte an allen Produktionen, die in einem bestimmten Zeitraum von einem Filmproduzenten bzw. Studio produziert werden, sichert, nennt man output deal. Sie sind Risiko-Verträge – enthält die Produktion eines Studios im vereinbarten Zeitraum äußerst erfolgreiche Titel, liegen die Auswertungsrechte genauso beim Vertragspartner wie dann, wenn die Vertragsphase äußerst unerfolgreich war. Es hat eine ganze Reihe spektakulärer output deals gegeben, mittels derer u.a. die Kirch-Media die Rechte an Tausenden von oft kaum vermarktbaren Titeln angehäuft hatte. Einer der letzten großen deals kam 1999 zwischen dem amerikanischen Network International Division und der deutschen Kinowelt Medien – danach sollten die deutschen Verwertungsrechte diverser Dokumentar- und Sachfilmproduktionen sowie der Spielfilmproduktionen der Warner-Studios von 1996 bis 1999 und der Fernsehproduktionen (Serien, Reihen, Fernseh- und TV-Spielfilme) an die Kinowelt fallen. 2001 musste der Vertrag aber rückgängig gemacht werden, da die Kinowelt die 300 Mill. US-$ Zahlungssumme nicht aufbringen konnte. 
 

Referenzen:

studio deal


Artikel zuletzt geändert am 18.07.2011


Verfasser: JH


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