Lexikon der Filmbegriffe

Essigsäuresyndrom

manchmal auch: Essigproblem

Das sogenannte Essigsäuresyndrom (vinegar syndrome) entsteht, wenn Filmmaterial nicht kalt (unter 10 Grad Celsius) und trocken (ca. 30 Prozent relative Luftfeuchtigkeit) genug gelagert wird. Wärme und Trockenheit (z.B. Klimabedingungen in der Wohnung) fördern chemische Prozesse im Träger, welche die Stabilität der Kopie zerstören. Das Material verliert seine Geschmeidigkeit, trocknet aus und wird spröde. Oder der Träger wird weich, die Emulsion löst sich von der Unterlage, zugleich ist ein strenger Essiggeruch zu spüren. Treten diese äußeren Zeichen auf, ist der Film unter Umständen nicht mehr zu retten, da er seine Festigkeit verloren hat und nicht mehr umkopiert werden kann.


Artikel zuletzt geändert am 20.07.2011


Verfasser: SL


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