Lexikon der Filmbegriffe

Nebelmaschine

engl.: fogger

Eine Nebelmaschine stellt künstlichen Nebel her, indem sie Nebelfluid (heute meist aus destilliertem Wasser und Propylenglykol) verdampft und in feinen Tröpfchen in die Außenluft pumpt. Daher lautet der vollständige Name Verdampfer-Nebelmaschine. Je nach Maschinentyp und Fluid können die Eigenschaften des Nebels bezüglich Standzeit und Dichte verändert werden. Man verwendet Nebelmaschinen in Film- und Fernsehproduktionen, aber auch im Rahmen von Bühnenshows, meist, um eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen oder um die räumliche Wirkung von Scheinwerfern zu erhöhen. Bis in die 1970er wurde Film-Nebel mittels kochendem Wasser, durch die Erwärmung von Ölen, mittels flüssigen Stickstoffs oder Trockeneis (die beiden letzteren vor allem für Bodennebel) hergestellt. Der Hamburger Günther Schaidt entwickelte das heutige Nebelfluid und Maschinen, die mit Hilfe einer Kolbenpumpe o.ä. unter hohem Druck durch ein auf ca. 300°C erhitztes Heizelement mit enger Mensur ein Gemisch aus bidestilliertem Wasser (um mineralische Rückstände zu verhindern) und hochreinen Glykolen drückten. Schaidt bekam für diese Entwicklung der sogenannten SAFEX-Maschine in Hollywood einen Technik-Oscar (1973). Für eine Miniatirisierung der SAFEX (tiny fogger = kleine Nebelmaschine) erhielten die Deutschen Jörg Pohler and Rüdiger Kleinke 2008 den Technik-Oscar.


Artikel zuletzt geändert am 03.03.2012


Verfasser: W AS


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