Lexikon der Filmbegriffe

Schüfftan-Verfahren

Der Kameramann Eugen Schüftan (1893-1977) entwickelte zusammen mit Ernst Kunstmann einen nach ihm benannten Kamera-Spiegeltrick, der vor allem durch die Verwendung in Fritz Langs Metropolis (1926) Berühmtheit erlangte. In einem Winkel von 45 Grad befindet sich vor der Kamera eine Spiegelfläche, auf der ein Modell wiedergegeben ist. Zugleich erfasst die Kamera aber reale lebensgroße Akteure, weil die Spiegelfläche an geeigneter Stelle freigekratzt wurde. Der Schüfftan- Effekt ermöglicht es genau, reale Objekte und Personen mit Modellen zu koordinieren, so dass aufwendige, viel kostspieligere Bauten durch kleine Modelle ersetzt werden können.


Artikel zuletzt geändert am 20.07.2011


Verfasser: THO


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