Lexikon der Filmbegriffe

sound flashback

dt. etwa: Ton-Rückblende

Eine Rückblende – also ein Sprung in der Zeit – kann nur im Rahmen einer Erzählung gelingen. Es bedarf des Kontextes (der Geschichte oder der Erzählsituation), um „Vorzeitigkeit“ deutlich zu machen. Etwas anders gelagert ist das Problem der „subjektiven Rückerinnerungen“. Das können oft sehr kurze Einzelbilder sein, die zeigen, dass der Protagonist ein Erinnerungs- oder Wunschbild vor dem inneren Auge hat, was wiederum ein Indikator für die Mächtigkeit der mentalen Zuwendung zum Objekt des Bildes und für die Geltung einer affektiv hochbesetzten Beziehung zwischen Erinnerndem und Erinnertem. Derartiges ist auch im Akustischen möglich – Dialogfetzen, die wieder auftauchen, Melodien oder kürzere Musikphrasen, die vergangene Situationen wiederauferstehen lassen. Hat man es in derartigen Fällen mit blitzlichtartigen Kurzerinnerungen (flashbulb memories) zu tun, kann eine vergangene Situation als akustisches Geschehen (wie eine Art Hörspiel) unter Bilder der gegenwärtigen Szene gesetzt werden. 
 

Referenzen:

sonic flashback


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: CA


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