Lexikon der Filmbegriffe

Sundance / Sundance Film Festival

Das im Jahre 1981 von Robert Redford gegründete Sundance Institute betreibt seit 1985 das United States Film Festival, welche im Jahre 1991 in Sundance Film Festival umbenannt wurde. Im Jahre 1978 gegründet, lief das Festival die ersten Jahre in Salt Lake City, bis es 1981 nach Park City umsiedelte. Schon seit seinen Anfängen hatte es sich als Ort einen Namen gemacht, an dem sogenannte independent films zu sehen waren. Ab 1981 zeigte man auch Dokumentarfilme, ab 1985 internationale Filme. Doch erst Anfang der 1990er Jahre wurde das Festival – vermittelt durch den Namen Redfords und den großen Publikumszuspruch – auch für die Hollywood Majors zu einem wichtigen Ort, die dort junge Talente „entdeckten“ und Filme für ihre eigenen Independent-Verleihe unter Vertrag nahmen. Zu den Filmen, die zuerst bei Sundance groß herauskamen, gehören Blood Simple (1985) von den Gebrüder Cohen und The Blair Witch Project (1999). War Sundance 1993 noch ein Insider-Festival mit 5.000 Teilnehmern, waren es im Jahre 2003 über 20.000. Das Sundance Institute macht sich seit seiner Gründung in Sundance, Utah, zur Aufgabe, den amerikanischen Film zu erneuern und zu fördern, indem es durch Seminare, Workshops und das Film-Festival jungen Drehbuchautoren und Regisseuren die Möglichkeit gibt, kreativ zu arbeiten.

Literatur: Biskind, Peter: Down and dirty pictures. Miramax, Sundance, and the rise of independent film. New York, NY: Simon & Schuster 2004. Repr. 2005. – Smith, Lory: Party in a Box. The story of the Sundance Film Festival. Layton : Gibbs Smith 1999.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: JCH


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