Lexikon der Filmbegriffe

transitional scene

(wörtlich: Übergangsszene)

Erweiterung des allgemeineren Begriffs der Transition, wie er in der Kamera-, Aufnahme- und Bildbearbeitungstechnik für die Konstruktion eines wahrnehmungsrelevanten Übergangs zwischen zwei Aufnahmen verwendet wird (match cut, bridging shot, technische Blendentypen wie fade out/in, dissolve, wipe, flip, iris-out/in), auf handlungsrelevante Größen hin: Eine transitional scene dient vornehmlich dazu, Ort und/oder Zeit (etwa: die Tageszeit) einer Handlung so zu ändern, dass der Zuschauer diese Veränderung als motiviert bzw. als „angekündigt“ oder thematisiert empfindet. Dabei kann ganz bewusst von einer zeiträumlichen Erzählkonstruktion in eine ihr zeitlich vorausgehende (vergangenene) oder ihr zeitlich nachfolgende (zukünftige) zeiträumliche Erzählkonstruktion gewechselt werden. Ein beliebtes Transitionsmittel, um ausgehend von Bewusstseinszuständen von Protagonisten oder Erzählern an Vergangenes anzuknüpfen, ist der Flashback (Rückblende), beim Bezug auf Zukünftiges spricht man vom Flashforward (Vorwärtsblende). Traumsequenzen dienen ebenfalls häufig der Transition zu als vergangen oder zukünftig Dargestelltem. Allerdings überschreiten derartige Mittel in der Regel den Rahmen einer einzelnen Szene.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: LK


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