Lexikon der Filmbegriffe

gimmick I: Dramaturgie

engl. Slangausdruck für: Trick; manchmal auch für: Sensationswerbung, Knüller; seit 1926 auch nachweisbar als Bezeichnung eines Geräts zum Manipulieren von Glücksspielen; oft allgemein für: Gag

Ursprünglich bezeichnet gimmick eine Gattung der Kurzgeschichte, in der es darum geht, ein Geheimnis aufzudecken oder ein Rätsel zu lösen. Die Lösung wird nicht in der Geschichte selbst verraten – sie endet auf dem entscheidenden Höhepunkt, kurz vor der Auflösung -, sondern auf einer separaten Seite gegeben. Es gibt drei Arten von gimmicks: (1) Um ein fact gimmick auflösen zu können, bedarf es besonderer Sachkenntnis; z.B. muss der Leser oder Zuschauer die Regel des habeas corpus kennen, um gewisse Geschichten auflösen zu können. (2) Ein seasonal gimmick ist eng mit den besonderen lokalen, saisonalen oder politischen Gegebenheiten seines Erscheinens verbunden. (3) Zu den gimmicks rechnet schließlich ein entsprechender Typus der Detektivgeschichte, den zu lösen es keiner besonderen Kenntnisse bedarf. In der Dramaturgie der gimmicks spielen Objekte eine herausragende Rolle, die als Spuren ebenso wie als Initialmarken von Aha-Erlebnissen dazu verhelfen, das gestellte Rätsel zu lösen.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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