Lexikon der Filmbegriffe

Tiefenkriterien: Höhe im Blickfeld

auch: relative Höhe im Blickfeld

In der Wahrnehmungspsychologie gehört die Höhe im Blickfeld zu den Tiefenhinweisen – Objekte, die sich höher im Blickfeld befinden, erscheinen tendenziell entfernter. Die Regel gilt, wenn die Gegenstände unter der Horizontlinie angeordnet sind. Oberhalb der Horizontlinie kehren sich die Tiefenwerte um: Eine Wolke beispielsweise, die oben rechts in einem Bild dargestellt ist, wirkt im distalen Modus näher als eine Wolke, die sich viel niedriger links knapp über der Horizontlinie findet. Die relative Höhe im Blickfeld spricht für die hohe Bedeutung, die der Bildhorizont auch im Kino für die Abschätzung von Entfernungen spielt.


Artikel zuletzt geändert am 23.07.2011


Verfasser: RN HJW


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