Lexikon der Filmbegriffe

Restlichtverstärkung

engl.: residual light amplification

Wenn vorhandenes, aber schwaches Licht so verstärkt wird, dass man sich in der Umgebung orientieren kann, spricht man von Restlichtverstärkung. Derartige Nachtsichtgeräte basieren entweder auf der eigentlichen Restlichtverstärkung mittels Bildverstärkung durch Elektronenröhren, durch Erfassung der Infrarot-Eigenlicht-Emission der Objekte (Wärmebild-Photographie) oder auf der Verwendung von (für das Auge unsichtbarem) zusätzlichem Infrarotlicht, das mittels einer Bildwandlerröhre in sichtbares Licht umgesetzt wird. Die Techniken der Restlichtverstärkung sind um 1940 zum ersten Mal als militärtechnische Entwicklungen vorgestellt worden. Im Film kommen sie vor allem im Naturfilm zur Anwendung, wenn man kein Licht einsetzen könnte, ohne die Akteure nachhaltig zu stören.

Literatur: Biberman, Lucien M.: Electro-optical imaging. System performance and modeling. Bellingham, Wash.: SPIE Press 2000. – Wallrabe, Arnulf: Nachtsichttechnik. Infrarot-Sensorik – physikalische Grundlagen, Aufbau, Konstruktion und Anwendung von Wärmebildgeräten.


Artikel zuletzt geändert am 23.07.2011


Verfasser: JH


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