Lexikon der Filmbegriffe

Motion Control

Das Motion-Control-System besteht im Wesentlichen in einer Kamera, die an einem computergesteuerten Roboterarm (oder auch an einem Kran) hängt, der wiederum auf Schienen beweglich ist. Es wurde von dem Special Effects Supervisor John Dykstra für George Lucas‘ Firma Industrial Light and Magic entwickelt und während der Dreharbeiten zum ersten Star-Wars-Film – Star Wars (1977) – eingesetzt. Da die Kamera- und Roboterarmbewegungen mit einem Modell wie z.B. einem Raumschiff, das vor gezeichneten oder anderen Hintergründen operiert, synchronisiert werden können, können die Aufnahmen mehrfach durchgeführt werden, ohne dass die beiden beteiligten Einheiten neu programmiert werden müssten. Vor allem erlaubt das System es, auch bei Stop-Motion-Animation einzelne Bilder so zu belichten, dass sie die Unschärfen und Verwischungen, die bewegte Objekte erzeugen, aufweisen, so dass hochrealistische Bilder vor allem in animierten Bewegtszenen hergestellt werden können.

Literatur: Umlauff, Ian: Als die Kameras fliegen lernten... In: Film- und TV-Kameramann 52,8, 2003, S. 84-102.

Referenzen:

Dykstraflex


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


Zurück