Lexikon der Filmbegriffe

Phonautograph

Der Phonautograph gilt als erstes Verfahren, mit dem Schallwellen so in ein visuelles Signal umkodiert wurden, dass die Zuordnung eineindeutig und darum auch prinzipiell umkehrbar war. Das Verfahren wurde von dem französischen Erfinder Édouard-Léon Scott de Martinville am 25.3.1857 patentiert. Ähnlich wie der spätere Phonograph erfolgte die Umsetzung des Schalls unmittelbar in Vibrationen eines Trichters, mit dem zunächst Tonaufzeichnungen auf eine geschwärzte Glasplatte erfolgten. Später wurde auf geschwärzte Zylinder „geschrieben“. Eine ökonomische Auswertung des Verfahrens erfolgte nicht.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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