Lexikon der Filmbegriffe

Pan-and-Scan-Verfahren

Pan-and-Scan ist ein Verfahren, das bei der Abtastung von Filmen das Seitenverhältnis des Films auch dann auf das Seitenverhältnis des Fernseh-Zielbildes umbricht, wenn es breiter ist als dessen Seitenverhältnis (4:3 bei NTSC und PAL, 16:9 bei HDTV). Das Bild wird aber nicht mechanisch rechts und links einfach beschnitten, sondern das Bildfenster kann auf dem Ausgangsbild künstliche Schwenks vornehmen, so dass das abgetastete Bild dem nachgeführt werden kann, was in einer Szene wichtig ist. Bei plötzlichen Verlagerungen des Bildzentrums ist es auch möglich, künstliche Schnitte auszuführen. Beim Pan-and-Scan-Verfahren wird also nicht nur die ursprüngliche Bildkomposition zerstört, sondern es entstehen ganz neue Oberflächenstrukturen. Während in Deutschland das letterboxing das normale Bildabtastverfahren ist, hat das amerikanische Fernsehen fast ausschließlich im Pan-and-Scan-Verfahren gearbeitet. Letterbox-Kopien werden hier als Qualitätskopien ausgewiesen. 
 

Referenzen:

Filmformate: Super-35

Letterboxing


Artikel zuletzt geändert am 08.02.2012


Verfasser: JH TB


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