Lexikon der Filmbegriffe

Plastorama

auch nach dem in Russland geborenen Kameramann Stephen Garutso, der die Kamera konzipierte: Garutso-Plastorama; international meist: Garutso-Realife; die Filme wurden manchmal Garutso-Filme genannt

Plastorama
wird ein Breitwandverfahren (Seitenverhältnis: 1,85:1) genannt, das mit einer Kamera arbeitet, deren Spezialoptik (Garutso Balanced Lenses) einen viel größeren Tiefenschärfen-Bereich (in manchen Szenen von 70cm bis unendlich) als gewöhnliche Aufnahme-Objektive hatte. Insbesondere in der BRD spielte Plastorama eine Zeitlang eine recht wichtige Rolle; der erste Film nach dem neuen Verfahren war Eine Liebesgeschichte (1953, Rudolf Jugert), der zudem mit Stereo-Tonspur (Klangfilm- Stereocord) ausgerüstet war und der auch auf Grund seiner technischen Perfektion Aufmerksamkeit erregte. Der wohl bekannteste Film ist The Wild One (USA 1953, Laszlo Benedek). Ausgangs der 1950er spielte die Kamera keine Rolle mehr.

Filme: Teufel in Seide (1956, Rolf Hansen).


Artikel zuletzt geändert am 25.07.2011


Verfasser: JH


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