Lexikon der Filmbegriffe

Potemkinsche Dörfer

Die Bezeichnung „Potemkinsche Dörfer“ wird heute sprichwörtlich im Sinne von Blendwerk, Trugbild, leerer Schein verwendet. Der Legende folgend soll der russische Fürst Potemkin 1787 Zarin Katharina auf einer Inspektionsreise durch die Krim nur blühende Dorfattrappen gezeigt haben. Ein sächsischer Diplomat namens Heibig brachte sie durch seine Memoiren nach Deutschland. Wie verbürgt diese Legende ist, ob sie womöglich nur auf bösartigem Hofklatsch in St. Petersburg beruht, ist unklar, weil Potemkin tatsächlich als Generalgouverneur für die Besiedelung der Gebiete am Schwarzen Meer verantwortlich war und z.B. die beiden Hafenstädte Cherson und Sewastopol gründete.


Artikel zuletzt geändert am 26.07.2011


Verfasser: HJW


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